Die Seminarräume

Alle elf Seminarräume des TUM Akademiezentrums Raitenhaslach bieten modernen Tagungskomfort in historischer Atmosphäre. In zwei zusätzlichen Studierzimmern besteht die Möglichkeit, sich einzeln oder in Kleingruppen zur konzentrierten Arbeit zurück zu ziehen.

Einst beherbergten die Zimmer des Prälatenstocks hochrangige Gäste der Raitenhaslacher Zisterziensermönche. Weltliche und geistliche Persönlichkeiten wohnten dort, wo heute Menschen aus aller Welt ins Gespräch kommen. Abseits des geschäftigen Alltags ist hier Raum für Kreativität und Besinnung auf das Wesentliche.

Jeder Seminarraum trägt den Namen einer Person, die sich in Vergangenheit oder Gegenwart um die Wissenschaft verdient gemacht hat. Alle stehen in enger Verbindung zur Technischen Universität München.

A015 Ernst Otto Fischer – EG

Der Seminarraum im Erdgeschoss des TUM Akademiezentrums bietet optimale Bedingungen für Kleingruppen-Konferenzen. Das integrierte, hochmoderne Video-Konferenzsystem ermöglicht die Live-Übertragung von Meetings zu Gesprächspartnern in aller Welt. Präsentationen lassen sich einfach und schnell per Knopfdruck übermitteln.

Ernst Otto Fischer, 1918 in Solln geboren und 2007 in München gestorben, war ein deutscher Chemiker, der im Jahr 1973 den Nobelpreis für seine wegweisenden Forschungen zu metallorganischen Verbindungen erhielt. Seine wissenschaftliche Karriere führte Fischer ab 1964 auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie an der Technischen Universität München, den er bis zu seiner Emeritierung 1985 innehatte.

Details:
Fläche: 32 m²
Länge: 6,61 m
Breite: 4,83 m
Belegung: max. 12 Personen
Bestuhlung: fix, Tischblock
Grundausstattung: Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Video-Konferenzsystem, auch als einfacher Präsentationsbildschirm nutzbar

A108 Liesel Beckmann – 1. OG

Hier besticht der einzigartige Charme von Raitenhaslach: Die filigrane Malerei des Deckenfreskos und der bemalte historische Holzfußboden geben dem Seminarraum einen ganz eigenen Charakter. Größere Seminargruppen arbeiten hier in lichtdurchfluteter Atmosphäre.

Sie war die erste Frau in Deutschland, die einen Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre innehatte, und sie war die erste Professorin an der Technischen Universität München: Liesel Beckmann (1914-1965).
1939 erhielt Beckmann einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule München, wurde 1946 als außerordentliche Professorin an die TH München berufen und schließlich 1956 zur Ordinaria des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre ernannt.

Details:
Fläche: 52 m²
Länge: 8,17 m
Breite: 6,36 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Optional nutzbar: Verbindungstür zu Raum A109

A109 Walther Meißner – 1. OG

In diesem ehmaligen Gastzimmer des Klosters finden Gruppen bis maximal 32 Personen Platz. Der durch einen breiten Torbogen angegliederte kleine Nebenraum bietet sich für Workshop-Situationen oder als zusätzliche Stellfläche an. Kontrastierendes Element zur schlichten Seminarbestuhlung: Der wundervolle historische Kachelofen aus dem 18. Jahrhundert.

Walther Meißner (1882-1974) promovierte unter Max Planck und machte sich bald einen Namen als Experimentalphysiker. 1934 wurde Meißner auf den Lehrstuhl für Technische Physik der Technischen Hochschule München berufen, wo er ebenfalls Leiter des Laboratoriums für Technische Physik war. Meißner war bis zu seiner Emeritierung auch Dekan der Fakultät für Allgemeine Wissenschaften.

Details:
Fläche: 43 m²
Länge: 7,76 m
Breite: 5,50 m
Belegung: max. 32 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Optional nutzbar: Verbindungstür zu Raum A108

A111 Rudolf Mößbauer – 1. OG

Gruppen tagen hier mit Blick auf den 2017 neu gestalteten Klostervorhof. Dieser Seminarraum kann bei Sonderveranstaltungen dem benachbarten „Roten Salon” (A112) durch eine große historische Flügeltür angegliedert werden.

Rudolf Ludwig Mößbauer, 1929 in München geboren und 2011 in München-Grünwald gestorben, war Physiker. Für seine Entdeckung des Mößbauer-Effekts, über den er auch seine Doktorarbeit bei Heinz Maier-Leibnitz an der TH München angefertigt hatte, erhielt er 1961 im Alter von 32 Jahren den Nobelpreis. Ab 1964 arbeitete Mößbauer als Ordinarius für Experimentalphysik an der Technischen Universität München. Er begründete den heutigen Weltruf der Physik an der TUM.

Details:
Fläche: 43 m²
Länge: 7,76 m
Breite: 5,54 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Optional nutzbar: Verbindungstür zu Raum A112

A125 Emil Erlenmayer – 1. OG

Früher Teil der „Prälatenzimmer”, ist Raum A125 heute für kleinere Arbeitsgruppen bestens geeignet. Dieses Zimmer ist das einzige, in dem noch filigran bemalte Fensterläden aus der Klosterzeit erhalten sind.

Emil Erlenmayer (1825-1909) war einer der Gründungsprofessoren der Fakultät für Chemie an der Königlich Bayerischen Polytechnischen Hochschule zu München. Erlenmayer studierte in Gießen und Heidelberg Pharmazie und Chemie, wurde 1863 Professor und fünf Jahre später nach München berufen. Seit 1873 war der Chemiker Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1884 wurde er Präsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft.

Details:
Fläche: 39 m²
Länge: 7,76 m
Breite: 5,07 m
Belegung: max. 30 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer

A122 Margarete Ammon – 1. OG

Dieser geräumige, nahezu quadratisch angelegte Seminarraum gehörte einst zu den persönlichen Wohnräumen des Abtes. Angeschlossen liegt die ehemalige Abtkapelle, deren schlichtes Dekor noch heute bezaubert. Seminare bis zu 39 Personen finden hier Raum und Zeit für intensiven Austausch.

Die erfolgreiche Unternehmerin gründete im Jahr 1995 die Margarete Ammon Stiftungs-AG, die 2002 in die gemeinnützige Margarete Ammon Stiftung überging. Margarete Ammon ist Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Thannhausen, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens. Für die engagierte Förderung junger Wissenschaftlerinnen durch die Margarete Ammon Stiftung verlieh ihr die TUM die Würde einer Senatorin.

Details:
Fläche: 47 m²
Länge: 6,87 m
Breite: 6,84 m
Belegung: max. 39 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer

A203 Ingeborg Pohl – 2. OG

Als Teil der ehemaligen klösterlichen Gästeappartements des 2. Obergeschosses war und ist Raum A203 schlicht und funktional gestaltet. Einziges Prunkstück: der eindrucksvolle Kachelofen aus der Rokokozeit. Licht und geräumig präsentiert sich dieses Zimmer für Gruppen bis zu 40 Personen.

Ingeborg Pohl ist erfolgreiche Unternehmerin, Kunstsammlerin und Innenarchitektin. 2013 stiftete sie den Ingeborg-Pohl-Studienfonds unter dem Dach der TUM Universitätsstiftung, mit dessen Erträgen das TUM Akademiezentrum gefördert wird. Dabei möchte sie insbesondere Studentinnen und Wissenschaftlerinnen die Teilnahme an Veranstaltungen ermöglichen. 2016 wurde Ingeborg Pohl in Würdigung ihres vielfältigen kulturellen und sozialen Engagements Ehrensenatorin der TUM.

Details:
Fläche: 52 m²
Länge: 8,13 m
Breite: 6,39 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer

A204 Oskar von Miller – 2. OG

Dieser Seminarraum bietet mit dem angeschlossenen kleinen Nischenraum zusätzlichen Platz für Workshop-Situationen oder weitere Stellfläche. Der imposante Kachelofen erinnert an die klösterliche Vergangenheit, der Blick schweift durch drei große Fenster hinaus auf den weitläufigen Klostervorhof.

Man kennt ihn als den Begründer des Deutschen Museums: Oskar von Miller (1855-1934). Miller studierte bis 1878 Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule München. Bald beschäftigte er sich mit den noch jungen Ideen der Elektrotechnik und entwickelte diese intensiv weiter: 1894 erbaute er in München das erste Elektrizitätswerk Deutschlands. Millers besondere Bedeutung liegt in seinen Erfindungen zur Nutzung der Wasserkraft. Das Walchensee-Kraftwerk entsprang seinem Pioniergeist. Es war das erste Laufwasserkraftwerk der Welt.

Details:
Fläche: 44 m²
Länge: 7,91 m
Breite: 5,56 m
Belegung: max. 35 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer

A206 Rudolf Diesel – 2. OG

Auch dieser Raum beeindruckt durch die gelungene Verbindung von Moderne und Vergangenheit: Die schlicht weiß getünchten Wände schaffen eine klare Arbeitsatmosphäre. Der im Originalzustand belassene Boden und die an einer Stelle sichtbare frühere Wandbemalung entsprechen der denkmalschutzgerechten Sanierung. Als Gruppen- oder großer Besprechungsraum nutzbar.

Rudolf Diesel, 1858 in Paris geboren, begann 1875 sein Studium an der Polytechnischen Schule, später Technische Hochschule München. 1880 legte er dort als Schüler von Carl von Linde sein Examen ab, bevor der Erfinder und Ingenieur 1892 in Berlin seine Idee der „Verbrennungskraftmaschine”, heute bekannt als Dieselmotor, zum Patent anmeldete. Am 29. September 1913 wurde Rudolf Diesel an Bord des Fährschiffs Dresden auf dem Ärmelkanal zuletzt lebend gesehen.

Details:
Fläche: 44 m²
Länge: 7,82 m
Breite: 5,62 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer

A210 Carl von Linde – 2. OG

Alle Seminarräume des 2. Obergeschosses bieten einen erholsamen Ausblick über den parkähnlich gestalteten Ortskern von Raitenhaslach und die umliegende Natur – so auch Raum A210. Eine Verbindungstür führt zum angrenzenden Seminarraum A211 und kann bei Bedarf geöffnet werden.

Er war Ingenieur, Erfinder und Gründer eines heute internationalen Konzerns: Carl Linde, geboren 1842, seit 1897 Ritter von Linde, 1934 in München gestorben. 26-jährig wurde Linde an die Polytechnische Schule München, die Vorläuferin der Technischen Universität München, berufen. Er war dort bis 1879 als Professor für Maschinenbau tätig. Im selben Jahr gründete er die Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG, die heutige Linde AG. Historisch gesehen war dies die erste Ausgründung der TUM. Kurz zuvor hatte Linde den Kühlschrank erfunden. Von 1892 bis 1910 nahm er nach dem Rückzug aus seiner Firma die Münchner Professur wieder auf und entdeckte das Prinzip der Luftverflüssigung.

Details:
Fläche: 46 m²
Länge: 7,76 m
Breite: 5,93 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Optional nutzbar: Verbindungstür zu Raum A211

A211 Anna Boyksen – 2. OG

Als einer der größeren Räume des TUM Akademiezentrums bietet A211 komfortable Bedingungen für Seminare, Workshops oder Gesprächsrunden. Durch das nördliche Fenster fällt der Blick auf das einstige „Singknabenstöckl” des Klosters, ein Anbau neben der ehemaligen Klosterkirche.

Im Jahr 1906 schrieb sich Anna Helene Boyksen an der Technischen Hochschule München als erste Studentin der Elektrotechnik ein. Voraussetzung dafür war ein Erlass der königlich-bayerischen Regierung von 1905, der erstmals Frauen das Studium an einer Technischen Hochschule gestattete. Nach ihrer Heirat studierte Anna Helene Koch außerdem Volkswirtschaft und Jura. 1911 schloss sie ihre Promotion an der Universität Erlangen ab.

Details:
Fläche: 49 m²
Länge: 7,02 m
Breite: 6,98 m
Belegung: max. 40 Personen
Bestuhlung: flexibel
Grundausstattung: Monitor („SmartBoard”), Whiteboard mit Flipchart, Moderatorenkoffer
Optional nutzbar: Verbindungstür zu Raum A210

Die Studierzimmer

Mit den Studierzimmern stehen zwei Räume zur Verfügung, die sich für Besprechungen in kleinem Rahmen oder den Rückzug zum konzentrierten Arbeiten eignen. Hier können sich sowohl angehende als auch erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über einen längeren Zeitraum einquartieren, um in aller Stille und Abgeschiedenheit an ihren Forschungsarbeiten zu schreiben.

A104 Besprechungsraum Walter von Dyck – 1. OG

Besonders ruhig am Ende des 1. Stockwerks über dem „Gartenstöckl” gelegen, finden Kleingruppen und Einzelpersonen in diesem Zimmer optimale Arbeitsbedingungen vor. Den Raum schmückt die original erhaltene Wandbemalung aus der Barockzeit.

Der Mathematiker Walter von Dyck (1856-1934) war ab 1884 Professor an der Königlich Bayerischen Technischen Hochschule München. Von 1903 bis 1906 und von 1919 bis 1925 wirkte er als deren Rektor. Zusammen mit Oskar von Miller und Carl von Linde war er Gründer des Deutschen Museums.

Details:
Fläche: 18 m²
Länge: 4,55 m
Breite: 3,95 m
Belegung: max. 6 Personen
Bestuhlung: fix, Tischblock
Grundausstattung: abschließbarer Büroschrank, Wandschrank

A115 Studierzimmer – 1. OG

Dieser helle, freundliche Raum gegenüber der Abtkapelle lädt regelrecht zum zurückgezogenen Arbeiten ein. Der Blick geht hinaus auf einen der früheren Innenhöfe der Zisterzienserabtei.

Details:
Fläche: 16 m²
Belegung: max. 5 Personen
Bestuhlung: fix, Tischblock
Grundausstattung: drei abschließbare Büroschränke