Die ehemalige Klosteranlage Raitenhaslach aus der Vogelperspektive, im Hintergrund der Grenzfluss Salzach
Luftaufnahme des ehemaligen Klosters Raitenhaslach an der Salzach. (Bild: Alfons Lautenschlager)

Über das Akademiezentrum

Im Prälatenstock des ehemaligen Zisterzienserklosters Raitenhaslach hat die Technische Universität München nach aufwändiger Restaurierung ihr neues Akademiezentrum eingerichtet.

Mit dem Akademie­standort in Raitenhaslach knüpft die TUM an die Ursprünge und Tradition der Wissenschaft. Denn die Naturwissen­schaften in Bayern sind aus den Kloster­gemein­schaften des 18. Jahrhunderts hervorgegangen. Fernab des Universitäts­alltags werden in Raitenhaslach nun wieder die geistige Rekreation und der kreative, wissen­schaftliche Austausch gefördert.

200 Jahre lang, seit der Säkularisation von 1803, war der Prälatenstock des Klosters in privatem Besitz und wurde nur teilweise genutzt. Die Stadt Burghausen erwarb das Gebäude 2003 und unterzeichnete 2013 mit der TUM einen Vertrag zur Nutzung des Gebäudes als Studien- und Seminar­zentrum.

Fünf Architekturlehrstühle der TUM hatten zuvor über mehrere Jahre Bauhistorie und Bausubstanz des Prälatenstocks erforscht und ein Nutzungskonzept erstellt. Auf dieser Grundlage wurde das Gebäude ab 2013 restauriert und neu ausgestattet. Dabei wurde die ursprüngliche Bausubstanz weitgehend bewahrt und die moderne Haustechnik möglichst unauffällig integriert.

Die Restaurierung wurde finanziert durch den Freistaat Bayern und die Stadt Burghausen, ergänzt um Beiträge des Bundes, der Messerschmitt Stiftung und der Bayerischen Landesstiftung. Die TUM kann die Liegenschaft für zunächst 25 Jahre kostenlos nutzen, organisiert den laufenden Betrieb und fördert Veranstaltungen aus einem dafür eingerichteten Fonds.